Das lineare Geflecht von Last Exit verzweigt sich in den Ausstellungsraum wie der vergrößerte Ausschnitt eines elektronischen Schaltplans oder das Modell einer monumentalen Infrastruktur. Die Installation aus vertikal und horizontal angeordneten Betonelementen und die daraus hervorgehende Struktur aus Armierungseisen scheint unbestimmt in alle Richtungen vorzudringen und sich zu erweitern. Durch ihre Form und Materialzusammenstellung erinnert die Installation an architektonische
Wachstumsprozesse beim Bau von Straßenzügen oder Hochhäusern. Last Exit vermittelt so den Eindruck eines städtebaulichen Ausschnitts, dessen nächster Entwicklungsschritt in dem modularen System bereits angelegt scheint.

Architektur, Modelle und Baupläne spielen in den Arbeiten von Katinka Theis eine zentrale Rolle. Sie greift formale und ästhetische Merkmale von Plänen und architektonischen Situationen auf und überführt diese in eine abstrakte, skulpturale Form.

Last Exit, 2017
Ausstellungsansicht im Kunstverein Freiburg

Installation aus Betonelementen und Amierungseisen
Maße: 400 × 370 × 130 cm