mini mountain memory, 2013/14

Installation aus Betonelementen und einer Glaskonstruktion

Deutsch-Schweizerische Gemeinschaftszollanlage Basel/ Weil am Rhein-Autobahn

Die Installation:

Die Installation „mini mountain memory“ besteht aus fünf Bodenflächen und zwei kristallinen, plastischen Elementen aus Weißzement. Auf einem der plastischen Elemente befindet sich ein Aufbau von Gläsern, der sowohl als skulpturales Element, wie auch als transparenter Schutz gegen Lärm und weitere Einflüsse von der Strassenseite zu verstehen ist.
Grundbaustein für den Entwurf ist das Dreieck. Aus ihm entwickelt sich die Installation nach einem wachsenden Prinzip. Die begehbaren Bodenflächen führen richtungsweisend diagonal in die Fläche hinein und bauen sich zu zwei polygonalen Elementen auf. Der Raum wird durch die plastischen Elemente partiell abgegrenzt, wodurch ein offener Innenraum entsteht.
Dieser offene Innenraum stellt die Grünfläche mit Bäumen im Verhältnis zu den Betonelementen in den Vordergrund. Die einzelnen Elemente der Installation schaffen einen Raum, der Besuchern und Mitarbeitern der Zollanlage Situationen mit einer hohen Aufenthaltsqualität ermöglicht. Das geschieht vor allem durch die beiden plastischen Elemente, an deren Innenseiten Bänke integriert sind. Aus diesen zwei Positionierungen kann der Nutzer eine Perspektive wählen, die sich entweder dem Geschehen der Zollabfertigung entzieht, oder diese beobachtet.

Die Idee in Bezug zum Ort:

Angesiedelt auf der Zollanlage Basel/ Weil am Rhein (Autobahn), spielt schon der Titel „mini mountain memory“ auf den Landschaftsbezug innerhalb der Installation an. Ein Verweis auf die von Bergen geprägte Umgebung und nicht zuletzt auf das Panorama der Schweizer Alpen, welches die meisten Kraftfahrzeug Fahrer bei der Fahrt durch die Schweiz soeben erlebt haben.
Innerhalb der Zollanlage entsteht durch die weiße, kristalline Landschaftsformation auf der grünen Rasenfläche eine Art Oase. Eingerahmt von der künstlichen Landschaft, wird die Rasenfläche mit Bäumen als lebendiger Pol betont. In der Gesamtsituation entsteht ein Raum, der es den Nutzern des Ortes möglich machen soll, sich den Einflüssen der Umgebung ein Stück weit zu entziehen, ohne den Überblick über das Geschehen zu verlieren.
Durch die Positionierung der einzelnen Flächen und Elemente nimmt die Installation auf der klar abgegrenzten Fläche Bezug zu ihrer Umgebung auf und hebt sich gleichzeitig davon ab. Das geschieht im ästhetischen Sinne genauso wie im sinnlichen Erleben. An dieser Stelle bewegt sich die Installation an der Schnittstelle von Skulptur und Architektur. Sie bespielt die Fläche in einer freien Anordnung von Formelementen und geht gleichzeitig auf die mögliche Nutzung des Raumes ein, die in Bezug zum spannungsreichen Umfeld der Grenzsituation steht.